Wie kurz müsse dein Leben sein, damit du etwas veränderst?

Am Wochenende habe ich einen sehr bewegenden Film gesehen, der von einer jungen Frau erzählt, die mit Anfang 30 Krebs diagnostiziert bekommen hat. Da sie seit ihrer Jugend mit ihrem Freund zusammen ist, stellt genau dieses Schicksal das gemeinsame Glück auf eine harte Probe. Leider wurde es nicht nur zur Probe, sondern vielmehr mussten sich beide eingestehen, dass es eine traurige Erkenntnis ist, dass ihre Liebe keine Zukunft haben wird. Als ich mir diesen Film angesehen habe, kamen mir etliche Fragen ins Bewusstsein. Unter anderem erinnerte ich mich an die oben genannte Frage, die ich vor Kurzem in einem sehr guten Buch („Why Not“ von Lars Amend) entdeckt habe.

Was muss passieren, damit man etwas in seinem Leben verändert? Muss es solch ein Schicksalsschlag sein, kann es nur ein bestimmter auffordernder Satz sein oder sind wir wirklich prädestiniert dazu, erst durch Schmerz und Konfrontation in Aktion zu treten?

Diese Fragen habe ich mir schon so oft gestellt. Wir verlieren uns oftmals in dem Alltagstrott und vergessen dabei die wirklich wichtigen Dinge in unserem Leben. Die Präferenzen und Einordnung der sogenannten `wichtigen Dinge´ kann gewiss jeder für sich selbst vornehmen. Aber sollte diese freiwillige und selbstbestimmte Entscheidung nicht auch auf unser ganzes Leben zutreffen?  Sollten wir nicht stetig dafür sorgen, dass wir bewusst Entscheidungen treffen, die zu unserem, als auch zum gemeinschaftlichen Wohl beiträgt. Selbstverständlich leben wir in einer Gemeinschaft, in der wir nicht gänzlich egoistisch sein sollten. Jedoch würde es deutlich weniger erzürnte Gesichter geben, wenn einige Menschen sich zunächst an sich selbst und ihren Zielen arbeiten würden.

Wenn ich mich mit dieser Thematik auseinandersetze, dann frage ich mich, was mich manchmal von gewissen Handlungen abhält. Warum lassen wir uns manchmal zu sehr von außen beeinflussen? Warum wählen wir nicht immer die Entscheidung, die uns insgeheim innerlich antreibt? Wenn doch jeder nur eine beschränkte Zeit auf der Erde hat, sollte man dann nicht erst recht mutig sein, um all seine Wünsche und Ziele umzusetzen?

Das Leben ist ein Lernprozess.

Wir wachsen, wir entwickeln uns und wir lernen jeden Tag aufs Neue dazu. Wenn ich eins bisher gelernt habe, dann ist es das, dass man sich solche Themen immer wieder vor Augen führen sollte. Sei es eine lebensverändernde Frage oder das bewusst machen der Endlichkeit, beide Aspekte lassen so manche Hürde, so manches Problem oder Unwohlsein schnell verblassen.

Es mag stumpf klingen. Vielleicht hast du es schon zu oft gelesen, aber wenn du es erst einmal wirklich verstanden hast, dann weißt du, was wichtig im Leben ist:

Genieße und lebe jeden Tag ohne an gestern oder morgen zu denken. Das ist dein Tag. Dein Geschenk. Voller Wunder und Überraschungen stehen dir immer wieder 24 Stunden zur Verfügung.

Es muss nicht immer erst eine Diagnose, ein Schicksalsschlag oder eine schwere Zeit vorliegen, um mit selbstbestimmten Handlungen das eigene Leben zu gestalten. Sei dir stets bewusst, dass du eine ungewisse, begrenzte Lebenszeit geschenkt bekommen hast, die du nutzen kannst und solltest.

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